Wilfried Satke Komponist · gj · bj · cj · dj

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Rubikon

für 4 Instrumente (z.B.: 3 E-Gitarren + E-Bass; Streichquartett;
Saxophonquartett; 4 Mallet-Instruments; o. a.)

Dabei handelt es sich um eine teilweise improvisatorische Form eines Zwölftonspiels, bei dem das Tonmaterial durch einen Rubik’s Cube determiniert wird, dessen zwölf Kantensteine den zwölf Tönen der temperierten chromatischen Tonleiter zugeordnet sind.

animierte grafische Partitur

Während eines Lösungsganges vom chaotischen zum geordneten Würfel nimmt der Rubik’s Cube an die 100 verschiedene Zustände an, die wiederum unterschiedlich interpretiert werden können:

In jedem Zustand repräsentiert jede der sechs Flächen einen Vierklang.
In jedem Zustand gruppiert sich um jede der acht Ecken ein Dreiklang.
Werden die sechs Flächen in einer definierten Reihenfolge und Richtung nach einer bestimmten Farbe “abgescannt”, läßt sich aus der Streuung dieser Farbe ein rhythmisches Muster ermitteln.
In jedem Zustand repräsentiert ein “Diagonal-Äquator” (zwischen zwei “Eckpolen”) einen sechstönigen Modus.

Je nach erreichtem Ordnungsgrad [z.B. eine oder mehrere (komplett oder teilweise) einfärbige Flächen], wird der Zustand des Würfels in verschiedenen Spielweisen in Klang umgesetzt, wobei den Ausführenden entweder die Dreiklänge der Ecken, die Vierklänge der Flächen und/oder die rhythmische Struktur (aus der Verteilung einer bestimmten Farbe ermittelt) als Improvisationsmaterial zur Verfügung stehen.

Uraufgeführt durch das Cone Quartet